- Symbolbild: Pixabay

HANAU Prozess begonnen

Versuchter Totschlag bis Kinderpornographie: Ex-CDU-Vize vor Gericht

21.02.19 - Ein besonderer Fall wird seit Donnerstag vor dem Hanauer Landgericht verhandelt: Einem 47-Jährigen, der bis vor kurzem noch CDU-Vize-Fraktionschef in Langenselbold war, werden 23 Straftaten zur Last gelegt. Unter anderem soll der Mann versucht haben, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau zu erschlagen.

Wie die Frankfurter Rundschau berichtete, soll das ehemalige CDU-Mitglied im Januar 2018 seiner Frau nachts in Seligenstadt aufgelauert und mit voller Wucht auf den Oberkörper und Kopf eingeschlagen haben, mit dem Motiv, sie zu töten. Da sich das Opfer wehrte und schrie, habe der Angeklagte schließlich aufgehört und sei geflohen. Die Frau erlitt mehrere Platzwunden. Bereits ein Jahr zuvor soll der 47-Jährige laut Staatsanwalt versucht haben, seiner Ehefrau das Leben zu nehmen: Ihm wird vorgeworfen, am Fahrzeug der Frau zwei Radbolzen entfernt und drei weitere gelockert zu haben, um einen Verkehrsunfall zu provozieren.

Insgesamt werden dem Mann, der beim örtlichen Turnverein auch Kinderleichtathletikbeauftragter war, 23 Straftaten vorgeworfen, die er laut Anklage im Zeitraum zwischen Januar 2009 und Februar 2018 begangen haben soll. Vor rund zehn Jahren schickte der Verdächtige demnach einer damals zwölfjährigen Nachbarstochter einen Brief und forderte sie zu sexuellen Handlungen auf. Vor fünf Jahren, heißt es weiter, habe er seine eigene Tochter sexuell belästigt.

Nach dem missglückten Anschlag auf seine Ehefrau im Januar 2018 durchsuchten Ermittler die Wohnung des Verdächtigen. Der Fund: rund 300 Sex-Bilddateien mit teilweise kinderpornographischem Inhalt. Weiter wird dem ehemaligen CDU-Vize der Diebstahl von 25 Computern, Notebooks und Laptops vorgeworfen. Diese soll er seinem früheren Arbeitgeber, der Landesbehörde Hessen Mobil, gestohlen haben.

Letzter Punkt auf der langen Vorwurfsliste: Um von sich selbst abzulenken und um sich als Opfer darzustellen, habe der Angeklagte zwischen August und Dezember 2017 zahlreiche erfundene Strafanzeigen gegen unbekannt gestellt. Damit, so meint der Staatsanwalt, habe er das Ziel verfolgt, die Ermittlungsbehörden auf eine falsche Fährte zu locken.

Seit September 2018 befindet sich der 47-Jährige, der im Herbst seine politischen Ämter niederlegte, in Untersuchungshaft. Neun Verhandlungstage sind anberaumt. (mr) +++


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