Die Nothelferkapelle am Ortsausgang von Oberelsbach wurde von Pfarrer Andreas Bosl eingeweiht. - Fotos: Marion Eckert

Maria als Knotenlöserin umgeben von den 14 Nothelfern steht im Mittelpunkt der Nothelferkapelle.

28.10.08 - Oberelsbach

Nothelferkapelle eingeweiht - 14 Schutzpatronen - Hände und Spenden

Die neu renovierte und restaurierte Nothelferkapelle am Ortsausgang von Oberelsbach wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung von Pfarrer Andreas Bosl eingeweiht. Maria, die Knotenlöserin und und die Vierzehn Nothelfer finden sich im Inneren der aufwendigen Kapelle. Es sei ein festliches und besonderes Ereignis für die Kirchengemeinde, so Pfarrer Bosl in seiner Ansprache. Viele Hände wirkten mit, um die Renovierung Wirklichkeit werden zu lassen, vielen Spenden halfen, damit die Kapelle heute in neuem Glanz erstrahle.

Jeder Mensch habe bestimmt schon einmal erfahren müssen, dass das Leben nicht nur aus Sonne und Lachen besteht. Es gebe auch manche Not, manche Leiderfahrung, manches Elend und manche Enttäuschung. Spätestens in solchen Situationen sei es gut, jemand zu kennen, der ein offenes Ohr für einen habe, der einen nicht abspeise mit einem frommen Spruch, sondern auf den man sich verlassen könne. Die christliche Tradition nennt mit Namen 14 Menschen, die sich als zuverlässige Helfer erwiesen haben, die 14 Nothelfer. Unter ihnen verstehe man eine Gruppe von 14 Christen, die überwiegend im 2. bis 4. Jahrhundert n. Chr. lebten und in der katholischen Kirche als Heilige verehrt und von Notleidenden als Schutzpatrone angerufen werden. Ihr Namen: Achatius, Ägidius, Barbara, Blasius, Christophorus, Cyriacus, Dionysius, Erasmus, Eustachius, Georg, Katharina, Margareta, Pantaleon und Vitus. Die Litanei der 14 Nothelfern wurde zur Einweihung der Kapelle gebetet.

Die bekannteste und von den den Menschen als größte anerkannte Nothelfern ist Maria. Weil sie aus dem Glauben lebte und nicht zweifelte, dass Gott es ist, der begleitet und führt, der Verwundungen heilt und Verwicklungen des Lebens auflöst, könne sie als Vorbild im Glauben sein. „Verwicklungen, Knoten zu lösen, braucht manchmal eine lange Zeit. Wir müssen uns von Knoten befreien, mit denen andere uns verschnürt haben, so dass es uns schwer fällt, frei zu atmen und aufrecht zu gehen. Auch wir selbst können Knoten und Verwirrungen bei anderen verursacht haben. Manchmal ist vieles zu entwirren. Ursachen sind zu erkennen und auch verborgene Schuld“, so Bosls Gedankten zu Maria, der Knotenlöserin. Zu Maria haben Menschen schon viele Knoten gebracht, Sorgen im persönlichen Leben, im Familienleben, im Beruf, im Zusammenleben mit Nachbarn oder in einer Krankheit. Die Knotenlöserin soll helfen, nach neuen Wegen und einem Neuanfang zu suchen. Sie nehme sich Zeit, sie löse in Geduld Knoten für Knoten, sie zerschlage die Knoten nicht. „Es ist tröstlich zu wissen, es gibt eine Hand, die Knoten entwirrt – Maria die Heilige Frau.“ Zu den Klängen der Trachtenkapelle Oberelsbach sangen die Gläubigen das Nothelferlied und das Marienlied „Maria, breit den Mantel aus.“ Im Anschluss an die Feierstunde hatte die Bevölkerung Gelegenheit die Kapelle zu besichtigen und ein Gedenkbildchen entgegen zunehmen. Allenthalben gab es nur Lob und Zustimmung, darüber wie schön die Kapelle nun geworden sei.

In der Mitte, des blau hinterlegten Altars steht als die Zentralfigur Maria, die Knotenlöserin. In der Umrahmung die 14 Nothelfer: St. Balasius (3. Februar) Heilung von Kehlen und Zungen, mit zwei Kerzen und Buch; St. Georg, der ritterliche Drachenbezwinger (23. April) Beschützer der Schwachen und Helfer bei Versöhnung und Frieden; St. Achatius (8. Mai) Hoffnung bei Zweifeln, Ängsten und Todesgefahren, dargestellt mit Dornenkrone und Kreuz; St. Erasmus (2. Juni) Heilung bei Krämpfen und Wehen, Beschützer der Verfolgten, dargestellt mit Ankerwinde und Bischofsstab; St. Vitus (15. Juni) Freund der Kinder, Heilung schwerer Gebrechen,, dargestellt mit Buch und Hahn, Fürstenhut und Märtyrerpalme; St. Margareta (20. Juli) Patronin der Gebärenden, dargestellt mit gefesseltem Drachen und Kreuz; St. Christophorus (24. Juli) Patron der Reisenden, Schutz vor Wetter und plötzlichem Tod, dargestellt als Christusträger mit Stock; St. Pantaleon (27. Juli) Patron der Ärzte, dargestellt mit auf den Kopf genagelten Händen; St. Cyriakus (8. August) Helfer gegen die Kräfte des Bösen, dargestellt mit dem Teufel an einer Kette gefesselt und Märtyrerpalme; St. Ägidius (1. September) Helfer um Frieden im Herzen zu finden, dargestellt mit Hirschkuh und Abtsstab; St. Eustachius (20. September) Patron der Eheleute, Beschützer der Tier, dargestellt mit dem Kreuztragenden Hirsch; St. Dionysius (9. Okotober) Heilung stechender Schmerzen im Kopf und am Herzen, dargestellt mit abgeschlagenem Haupt; St. Katharina (25. November) Weisheit im Reden und Hören, dargestellt mit dem Rad und St. Barbara (4. Dezember) Beistand im Sterben, dargestellt mit Abendmahl als Kelch und Hostie. (me) +++




Der Heilige Bernhard schückt das Portal der Kapelle.

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