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FULDA Wieder "rollende Sparkassenfiliale"?

FDP Fulda: "Neun Filialschließungen der Sparkasse nicht alternativlos"

03.11.16 - Die geplanten Filialschließungen der Sparkasse Fulda dürfen nicht alternativlos sein. Die Schließung trifft besonders die älteren Bewohner in den Stadtteilen. Die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft wird durch die Entscheidung, 20 % der Sparkassenfilialen zu schließen, völlig ignoriert. „Wir erwarten von einem öffentlich-rechtlichen Kreditinstitut ein verantwortungsvolles Handeln“, so der stellvertretende FDP-Stadtverbandsvorsitzende Klaus von Rhein. Träger der Sparkasse sind sowohl der Landkreis als auch die Stadt Fulda. Viele ältere Mitbürger seien auf wohnortnahe Basisdienstleistungen angewiesen. Diese Kundengruppe hat in vielen Fällen bereits seit Jahrzehnten eine Bankverbindung bei der Sparkasse Fulda. Durch den Wegfall der Sparkassenfilialen in den Fuldaer Stadtteilen und im Landkreis gehe auch ein Stück Infrastruktur verloren. Dieses Vorgehen widerspricht der politischen Zielsetzung den ländlichen Raum zu stärken.

Die vom Sparkassenvorstand angeführten betriebswirtschaftlichen Gründe seien nur bedingt nachvollziehbar. Ein öffentlich-rechtliches Institut müsse andere Maßstäbe als eine Privatbank anlegen. Zumal die wirtschaftliche Lage der Sparkasse Fulda alles andere als schlecht seien, hieß es. Das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene Betriebsergebnis für 2015 weist 34,6 Mio. Euro aus. Wichtige bankspezifische Kennzahlen wie beispielsweise die Gesamtkapitalquote liegt mittlerweile um ein Vielfaches über dem gesetzlich geforderten Wert. Gerade diese komfortable Situation ermöglicht kundenorientierte Entscheidungen, die nicht nur der Gewinnmaximierung dienen. Der öffentlich-rechtliche Auftrag der Sparkasse soll laut Gesetz die Sicherstellung der Versorgung mit Finanzdienstleistungen im ländlichen Raum gewährleisten.

Der FDP-Stadtverband Fulda erwartet vom Vorstand und dem Verwaltungsrat der Sparkasse Initiativen für neue Lösungsansätze wie z.B. die Errichtung von Finanzpunkten, welche gemeinsam mit anderen Kreditinstituten kostengünstig realisiert werden könnten, die Aufstellung von Serviceterminals und Geldautomaten in Einzelhandelsgeschäften und kommunalen Bürgerhäusern, sowie die Wiederbelebung der fahrenden Bankfiliale. Insbesondere sind die Vorsitzenden des Verwaltungsrates der Sparkasse, Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld als auch der Fuldaer Landrat Bernd Woide aufgerufen, sich für eine attraktive Infrastruktur der Stadtteile und Ortschaften im Landkreis einzusetzen.  +++


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