Die Ortsdurchfahrt Frankenheim bedarf dringend einer Sanierung. In der Bürgerversammlung stand das Thema für den Bürgermeister ganz oben auf der Tagesordnung. - Foto: Marion Eckert

FRANKENHEIMBürgerversammlung Frankenheim

Ortsdurchfahrt, Rhönhalle und Friedhof sind die großen Themen

13.11.17 - Die Bürgerversammlung im Stadtteil Frankenheim war die vorletzte für Bürgermeister Georg Seiffert und die Stadträte in diesem Jahrund sowie die Versammlung mit der bisher meisten Beteiligung. Der desolate Zustand der Frankenheimer Ortsdurchfahrt sei beim diesjährigen Kreismusikfest an Landrat Thomas Habermann nahe gebracht worden. „Das Problem ist bekannt und es besteht Handlungsbedarf“, sagte Seiffert. Nun müsse das Thema im Kreistag besprochen und aufgrund der Dringlichkeit idealerweise auf die Prioritätenliste gesetzt werden.

Dabei handele es sich nicht ausschließlich um die Ortsdurchfahrt, sondern um die gesamte Straße bis zur Einmündung bei Bischofsheim beziehungsweise bis zum Bischofsheimer Friedhof. Geklärt werden müsse auch, ob es eine reine Oberflächensanierung oder eine grundlegende Sanierung inklusive Kanalerneuerung vorgenommen werde. Allerdings machte Seiffert auch darauf aufmerksam, dass bei einer Sanierung der Ortsdurchfahrt analog zu Unterweißenbrunn auch Anliegerbeiträge fällig würden.

Ein für Frankenheim wichtiges Thema sei die Zukunft der Rhönhalle. Bei aller Diskussion um eine Stadthallebeziehungsweise Veranstaltungsmöglichkeit für Bischofsheim sei die Frage nach der Zukunft der Rhönhalle unbeantwortet geblieben. Das sei einer der Hauptgründe für die kritische Haltung der Stadträte und in der Bevölkerung gegenüber dem Neubau einer Veranstaltungshalle auf der „grünen Wiese“ oberhalb des Aldi-Marktes in Bischofsheim gewesen, erklärte der Bürgermeister. Nun seien zur Hallenthematik verschiedene alternative Möglichkeiten erarbeitet worden. Um die Rhönhalle zu sanieren, zu erweitern, neu zu gestalten und zugleich eine Nutzungsverbesserung zu erzielen, sei ein Förderantrag an die Regierung auf den Weg gebracht worden. 60 Prozent staatliche Förderung seien der Stadt Bischofsheim für ein Stadtteilbürgerzentrum in Aussicht gestellt worden, informierte Seiffert. „Aber erst müssen wir abklären, ob wir tatsächliche Förderung bekommen und in welcher Höhe.“ Ausdrücklich betonte der Bürgermeister, dass die Sanierung und der Umbau der Rhönhalle noch eine Lösung für eine Veranstaltungsmöglichkeit in Bischofsheim sei. „Die Rhönhalle ist keine Stadthalle.“ Auf erste Ergebnisse beziehungsweise Informationen zur Rhönhalle hofft Seiffert in den ersten Monaten des Jahres 2018.

In vergangenen Jahren wurde in der Frankenheimer Bürgerversammlung angefragt ob der Gasanschluss in der Rhönhalle regelmäßig geprüft werde. „Ist erfolgt“, konnte Seiffert vermelden. Bemängelt wurden die Pflanzen im Haselbacher Hallenbad. „Sie sind erneuert worden“, so der Bürgermeister. Angeregt seien auch Verbesserungen im Frankenheimer Friedhof worden. Hierzu werde ein Arbeitskreis einberufen unter Federführung der Frankenheimer Stadträte, konnte der Bürgermeister mitteilen. Auch engagierte und interessierte Bürger seien hierzu eingeladen. Wie Stadtrat Christian Enders informierte, gehe es um die Frage einer gebundenen Decke oder einem Pflasterbelag im Hauptgang des Friedhofs. Der Hinweis von Lilly Balling auf Urnengräber für den Friedhof wurde aus der Bürgerversammlung heraus direkt an den Arbeitskreis weitergegeben. Die Stadt Bischofsheim sei allerdings nicht für eine Toilette in der Kirche zuständig, dies sei Sache der Kirchenverwaltung.

Im Vorfeld der Bürgerversammlung hatte Matthias Greibl sich mit einem Schreiben an den Bürgermeister gewandt, in dem er den Werteverfall beklagt. Ein sauberes Ortsbild und die Sonntagsruhe sehe er in Gefahr. „Die Straße wird nicht mehr gekehrt, das Unkraut wächst auf dem Bürgersteig“, stellte er fest. Die Wertschätzung der Sonntagsruhe sehe er auch in Gefahr, vielfach habe er schon mitbekommen, dass Holz gesägt oder andere größere Arbeiten erledigt werden. Ebenfalls schriftlich habe Maria Enders sich an den Bürgermeister gewandt mit der Bitte, dass Blühpflanzen nicht sofort entfernt werden. Bienen und alle weiteren Insekten benötigen die Pollenspender. Die Stadt Bischofsheim sei hier auf dem richtigen Weg, sagte Seiffert und verwies auf die Blumenmischungen die auf den städtischen Flächen bewusst ausgebracht werden.

Eine Abfalltonne für Hundekot fehle, stellte Lilly Balling fest. Der Bürgermeister nahm den Hinweis auf und versprach einen sinnvollen Standort prüfen zu lassen. Frankenheimer Seniorinnen möchten in der alten Schule in der Ortsmitte ein Zimmer, um sich zum Handarbeiten und Austausch zu treffen. Diese Treffen würden sie selbst organisieren wollen, den Raum selbst einrichten und für Sauberkeit sorgen. „Sehr gerne, wenn rüstige Senioren dazu bereit sind“, sagte Seiffert zu. In der Diskussion ging es außerdem um die Zulässigkeit von gewerblichen Tätigkeiten eines Paketdienstes auf dem Bischofsheimer Friedhofsparkplatz und um hohe Geschwindigkeiten in der Frankenheimer Ortsdurchfahrt. +++


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