Pater Paul Porwit, ein Karmelitenpater, der im Projektdorf Gahunga seinen Dienst tut, besuchte Pfarrer Dr. Andreas Krefft (links) in Bad Neustadt. Die weitere Organisation des Projektes war ein Schwerpunkt des Austauschs. - Foto: Marion Eckert

BAD NEUSTADTBesuch aus Afrika

9.000 Euro kamen für Kinderfeste in Ruanda zusammen

11.08.17 - Noch wenige Wochen, dann fährt Pfarrer Dr. Andreas Krefft erneut nach Ruanda, um sich vor Ort über die Umsetzung der Projekte und Patenschaften von „Abana-Baseka – lachende Kinder“ zu informieren. Vorab hatte er Besuch aus Ruanda. Pater Paul Porwit war in Bad Neustadt zu Gast und berichtete über die Erfolge, die Herausforderungen und Aufgaben, speziell im Projektdorf Gahunga im Norden Ruandas.

Im Mai und Juni rief Pfarrer Dr. Krefft alle Freunde und Gönner dazu auf, mit 3,50 Euro einem Kind die Teilnahme an einem Kinderfest zu ermöglichen. Von dem Betrag sollten Verpflegung und ein Ganztagesprogramm ermöglicht werden. Zusammen gekommen sind innerhalb weniger Wochen über 9.000 Euro. „Ich bin sprachlos und unendlich dankbar und glücklich“, strahlte Pfarrer Dr. Krefft aufgrund der Großzügigkeit der Menschen und der Bereitschaft, Kinder in Afrika zu unterstützen. Die 9.000 Euro haben es möglich gemacht, dass nicht nur in Kigali ein Kinderfest gefeiert werden konnte, mittlerweile das vierte in Folge, sondern auch im Projektdorf Gahunga und in "Foyer de Charité" in Remera-Ruhondo, einem weiteren Partner des Projektes „Abana-Baseka“.

Pfarrer Dr. Krefft regte Kinderfeste in beiden Gemeinden an, und der Vorschlag wurde mit Begeisterung aufgenommen. Theater, Gesang, Tanz, Kochen und vieles mehr gab es in Remera-Ruhondo für Kinder, Jugendliche und Familien. Etwa 800 Kinder, 450 Jugendliche und rund 150 Familien konnten daran teilnehmen. Parallel fand in Gahunga ebenfalls ein Fest statt und zwar für die Kinder, die bisher nicht die Schule besuchen. 2.700 Kinder konnten hier angesprochen werden. Speziell in Gahunga waren es „Schnuppertage“ für die Kinder, auch hier standen Sport, Spaß und Spiel im Vordergrund. Die Verantwortung für die Organisation vor Ort haben die Projektpartner übernommen sowie die Verantwortlichen in den jeweiligen Gemeinden.

Ein großes Projekt von „Abana-Baseka“ heißt „Mathe und Frühstück“. Die Sponsoren aus Deutschland haben mit nur 5 Euro im Monat einem Kind täglich ein Mittagessen aus der Schulküche ermöglicht. Nun hat sich gezeigt, dass diese Vorgehensweise verändert werden muss. Je nach klimatischer und jahreszeitlicher Situation können sich die Familien zu Erntezeiten gut selbst ernähren, bei ausbleibender Regenzeit beziehungsweise verlängerter Trockenzeit kommt es jedoch zu Engpässen, und sie benötigen Hilfe und Unterstützung. Gemeinsam mit den Patres in Gahunga wurde nun beschlossen, dass die Hilfe aus „Mathe und Frühstück“ gezielt in den „schlechten“ Zeiten bedürftigen Familien gewährt wird. So kommt die Hilfe der ganzen Familie zugute. „Hunger habe alle“, sagte Pfarrer Dr. Andreas Krefft. „Es können nicht nur gewisse Kinder und Familien ausgewählt werden, die Hilfe muss dem gesamten Dorf zu Gute kommen.“ Gerade in diesem Jahr sei die Regenzeit um 30 bis 40 Tage verspätet gekommen, statt drei Ernten haben die Familien nur zwei Mal ernten können.

In diesem Jahr wird Pfarrer Dr. Andreas Krefft auf seiner Reise nach Ruanda keine persönlichen Geschenke der Paten für ihre Kinder mitnehmen. „Alle Kinder bekommen das Gleiche: Hefte und Seife.“ Die Hefte seien für die Schule, die Seife für die Körperpflege und das Waschen der Kleidung. Außerdem seien T-Shirts für alle vorgesehen. Auch hier gehe es um Gleichbehandlung. Neid und Unfrieden sollen vermieden werden, da doch in der Vergangenheit Patengeschenke sehr unterschiedlich ausgefallen waren. Wer sich an der Beschaffung der Hefte, Seifen und T-Shirts beteiligen möchte, sei herzlich eingeladen 10 Euro hierfür zu spenden oder den Betrag im Pfarrbüro abzugeben.

Pater Paul zeigte sich begeistert von der Unterstützung, die über Abana-Baseka in Gahunga geleistet wird. „Das Projekt gibt den Menschen neue Hoffnung und Lebensperspektive. Bildung ist der Schlüssel zum Erfolg. Dem ganzen Dorf hat der Schulhausbau neuen Aufwind gegeben. Auf einmal haben die Menschen eine Zukunft und neue Chancen.“ In Bad Neustadt besuchte er gemeinsam mit Pfarrer Dr. Krefft verschiedene Einrichtungen, die sich stark im Projekt „Abana-Baseka – lachende Kinder“ engagieren. So waren sie in den beiden Kindergärten Mariä Himmelfahrt in Bad Neustadt und St. Konrad in der Gartenstadt. „Hier ist Afrika überall, in jedem Raum begegnet mir Ruanda“, freute sich Pater Paul über die vielen Bilder, die die Kindergärten schmücken. (me) +++


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