09.01.17 - REGION

"Fahrer unter Druck gesetzt"

Busstreik: Chaos bleibt aus, Eltern vorbereitet - Aktuelle Übersicht

DAS FORDERN DIE BUSFAHRERverdi fordert bis 2018 eine stufenweise Erhöhung auf 13,50 Euro die Stunde. Die Arbeitgeber bieten nur einen Anstieg des Lohns auf bis 12,65 Euro. Derzeit beträgt der Stundenlohn zwölf Euro. Außerdem fordert die Gewerkschaft einen weiteren Urlaubstag und eine Verbesserung der Pausenregelung.

Mit Beginn der Frühschicht um 3:30 Uhr haben am heutigen Montag die Busfahrer der privaten Omnibusbetriebe ihre Arbeit niedergelegt. Sie wollen zusammen mit der Gewerkschaft verdi mit dem Streik einen besseren Tarifvertrag erreichen - ein Stundenlohn von 13,50 Euro ist laut Gewerkschaft das Ziel. "Wie lange der Streik dauern wird, hängt von den Verhandlungen ab. Gehen die Unternehmen auf unsere Forderungen ein, fahren alle Busse wieder", sagt verdi-Streikführer Jochen Koppel zu O|N. In der Stadt war der Streik spürbar, das große Chaos blieb aber aus.

Am frühen Morgen war an den Schulen der Region Hochbetrieb, denn viele Eltern haben sich auf den Streik vorbereitet. Sie haben Fahrgemeinschaften gebildet, um ihre Kinder pünktlich zum ersten Schultag im Jahr 2017 zu bringen. „Normalerweise fahren wir mit dem Bus, aber heute hat uns unsere Mutter gefahren. War ganz schön was los auf der Petersberger Straße“, sagte Kevin aus Poppenhausen. Zwar waren spürbar mehr Autos in der Stadt unterwegs, von Chaos war aber keine Spur.

Nicht ganz tote Hose am ...Fotos: Julius Böhm

Auch, weil einige Busfahrer doch ihren Dienst antraten. Ein Fahrer, der anonym bleiben wollte, sagte zu O|N: „Wir haben viele Kollegen, die in der Probezeit sind oder nur Zeitverträge haben – die können nicht streiken und die wollte ich heute nicht im Regen stehen lassen.“

Kleine Demo bei der RhönEnergie

Vor der Nahverkehrszentrale der RhönEnergie in der Daimler-Benz-Straße in Fulda hatten sich am Morgen rund 50 Streikende zu einer kleinen Demonstration versammelt. Betriebsrat Manfred Peikert war ein wenig enttäuscht von den Kollegen aus dem östlichen Landkreis: „Viele von ihnen sind heute gefahren. Sie sind leider unbelehrbar. Manche wurden wohl auch vom Arbeitgeber unter Druck gesetzt – mit der Androhung von Zeitverträgen, mit Versetzungen oder einfach mit einem Tankgutschein.“ Dies hätten ihm Fahrer zugetragen.

Diese Vorwürfe läßt der Geschäftsführer der RhönEnergie-Verkehrsbetriebe, Thomas Lang, nicht gelten und dementiert, dass es solche "Versuchungen" gegeben habe.

Vor allem in Fulda und Umgebung steht nicht der Stundenlohn im Fokus des Tarifstreits, vielmehr die Pausenregelung halten die hiesigen Busfahrer für ungerecht. „Wenn wir wegen des Fahrplantaktes eine halbe Stunde bis zur Abfahrt warten müssen, wird uns nur ein Bruchteil davon anerkannt. Manche Kollegen sind zwölf Stunden unterwegs, bekommen aber nur acht Stunden bezahlt. Das kann nicht sein“, schimpft Peikert. Ein Streikende ist nicht in Sicht, solange sich die Parteien nicht einigen können. (Julius Böhm)

Eltern bringen ihre Kinder zur ...

Rund 50 Busfahrer...

...haben vor der RhönEnergie demonstriert

Aktuelle Übersicht von Streik-Einschränkungen in Osthessen

Stadtregion Fulda - die Linien und Schulbusse werden nicht bedient. Informationstelefon der Rhön-Energie: 0661 12-375  und https://re-fd.de 

In Neuhof, Flieden und Kalbach
werden die Buslinien stark eingeschränkt bedient. Infos unter 06655 910049-0

Für Bad Salzschlirf, Großenlüder, Hosenfeld, Eichenzell, Thalau und Schmalnau
: die Linien 40, 41, 42, 43 und 60 fallen aus. Infos unter 0661 12-375

Im "Linienbündel Bergwinkel" für Bad Soden-Salmünster, Schlüchtern, Steinau an der Straße und Sinntal sind die Linien stark eingeschränkt. Infos unter 06661 9635-777 +++

Der Hof stand voller leerer ...




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