Landstreicher Oswald (Bernhard Trautmann) ist etwas überfordert, als er Erna (Corina Pokorny) den Reisverschluss am Kleid schließen soll - Fotos: Marion Eckert

OBERELSBACHEine ganz normale Rhön

Mächtig viel Theater in Oberelsbacher Elstatalhalle

09.01.17 - Endlich war es wieder einmal soweit und die Theatergruppe Rhöngeist stand in der Elstalhalle in Oberelsbach auf der Bühne. Gespielt wurde die Komödie „So ä Zichäuner“ in drei Akten. Wie Vorsitzender Johannes Pokorny im Vorfeld berichtete, wurde das Stück im Oktober ausgewählt und seither gab es wöchentliche eine Probe.

In den letzten Wochen vor der Aufführung trafen sich die Akteure zweimal wöchentlich. „An den Feiertagen wurde nicht geprobt“, betonte Manfred Schnepf, der erstmals in diesem Jahr Regie führte. Das bewährte Bühnenbild der Theatergruppe wurde in diesem Jahr neu gestaltet. „Wir passen es dem Stück immer wieder an“, sagte Pokorny. So wurden die Wände tapeziert und die Türen neu gestrichen. Dank der Unterstützung von Nikals Seuffert aus Bastheim konnte auch ein eigener Boden auf der Bühne verlegt werden.

Ehestreit zwischen Erna (Corina Pokorny) ...

Hat Erna (Corina Pokorny) im ...

Ist er nicht ein ganz ...

Die Akteure um das Ehepaar Pokorny freuten sich sehr, dass es in diesem Jahr endlich wieder mit den Aufführungen klappte. „Im vorigen Jahr mussten wir krankheitsbedingt die Aufführungen absagen und vor zwei
Jahren ebenfalls“, sagte Pokorny, der mit seiner Frau Corina die Organisation der Veranstaltungen übernommen hat. Dann endlich läutete die Theaterglocke dreimal und der Vorhang öffnete sich und gab den Blick frei auf einer ganz normale Familie mit Mutter Erna, gespielt von Corina Pokorny, und Vater Albert (Ingo Sitzmann)
sowie Tochter Susi (Luisa Holzheimer). Nach mehreren Ehejahren hat die Liebe der Gewohnheit Platz gemacht. In rosa Jogginghose sitzt Albert am Tisch.

Er pflegt neben seinem Stammtisch sein Hobby, die Kleintierzucht. Erna, die sich in ihrer Rolle als Hausfrau zusehens vernachlässigt fühlt, sieht eine Chance aus dem Alltagstrott mal wieder auszubrechen und versucht Albert dazu zu überreden, sie zu einem Tanz zu begleiten. Da Albert aber nicht viel vom Tanzen hält, geht er lieber zu einer Veranstaltung des Kleintierzuchtvereins, bei der sein Rammler Alberto Chancen hat einen Preis zu gewinnen. Nun musste er schnell noch seinen Hasen für seinen großen Auftritt herrichten, während Erna aus Trotz alleine zum Tanz in die Elstalhalle gehen will und sich ihrerseits hübsch machen will, aber leider mit dem Läusemittel für den Hasen in Berührung kommt.

Bei dem entstehenden Durcheinander hat keiner Zeit für die arme Susi, die Probleme beim Lösen ihrer Rechenaufgaben hat. Unerwartete Hilfe erfährt sie durch den bekannten Landstreicher Oswald (Bernhard Trautmann), der zufällig ein Nachtquartier sucht. Zuvor muss dessen Verstand natürlich mit Bier und Schnaps geschärft werden. Albert erzielt mit seinem Rammler den erhofften 1. Preis und feiert diesen Triumph ausgiebig. Da er viel zu viel getrunken hat, wird er von seiner Vereinskollegin Marie (Bea Hock) heimbegleitet. Auch Erna, die
auf dem Ball förmlich aufblüht, trinkt mehr als sie verträgt und wird von ihrem Tanzpartner Fritz (Johannes Pokorny) heimbegleitet. Albert und Erna nehmen es in ihrem alkoholisiertem Zustand mit der ehelichen Treue
nicht mehr so genau. Ihre Begleiter Marie und Fritz haben Mühe Schlimmeres zu verhindern. Sie werden tatkräftig unterstützt von Oswald, der in seiner Nachtruhe empfindliche gestört wurde.

Bei dem entstehenden Durcheinander zu nächtlicher Stunde stellt sich heraus, dass Marie und Fritz auch ein Ehepaar auf Extratouren sind. Mit Geschick und List gelingt es Oswald die Wogen wieder zu glätten.
Am Morgen danach sind Erna und Albert total verkatert und können sich an die vergangene Nacht nicht mehr erinnern. Da sie ein schlechtes Gewissen haben und sich gegenseitig nicht aussprechen, sieht Oswald seine große
Stunde gekommen. Schadenfroh tischt er den beiden die größten Lügen auf. Ein Verwirrspiel nimmt seinen Laufe, bei dem Oswald kräftig absahnt und Susi die Drecksarbeit verrichten darf. Auch Marie und Fritz, die sich nach dem Befinden der beiden erkundigen wollen, werden eingeweiht und spielen zunächst mit. Doch als Oswald den Bogen überspannt, klären sie die gepeinigten endlich auf.

Der Hase Alberto muss gefönt ...

Mit vereinten Kräften attackieren sie nun Oswald, der seiner gerechten Strafe nicht mehr entgehen kann. Wie diese Strafe aussieht und wie sich die Ehepaar wieder vertragen, dass kann bei der letzten von drei Aufführungen am Samstag, 14. Januar, um 19.30 Uhr in der Elstalhalle in Oberelsbach erlebt werden.
Kartenreservierungen unter Telefon: 09774-858672 möglich. (Marion Eckert) +++




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