RHÖNQualitatives Wanderangebot

Überarbeitung der Rhönklubwege vor dem Abschluss

06.01.17 - Für die Wegewarte des Rhönklubs sind die Wintermonate die ruhigste Zeit des Jahres. Bis die Temperaturen aber soweit gesunken sind, dass eine Fortführung der Arbeiten im Gelände nicht mehr möglich ist, steht jedoch für die 90 Wegewarte alljährlich ein großes Arbeitspensum an. Jeder Wegewart besitzt einen eigenen Zuständigkeitsbereich, in welchem er für eine funktionierende Markierung und Beschilderung der Wanderwege verantwortlich ist. Mit der Zeit verblassen die Markierungszeichen, manche verschwinden hinter Ästen oder werden Opfer von Vandalismus. Damit die Wanderwege aber auch von Ortsunkundigen sicher genutzt werden können, ist eine regelmäßige Kontrolle und Pflege unerlässlich.

Im Zeitraum zwischen März und Oktober 2016 betrug der Arbeitsaufwand für das vom Rhönklub betreute Wegenetz beispielsweise 2.900 Stunden. Neben den eigentlichen Rhönklubwegen, welche traditionell in Haupt- und Nebenwanderwege unterteilt werden, pflegt der Rhönklub auch die Markierung der Jakobuswege sowie den Premiumwanderweg „DER HOCHRHÖNER“ mit seinen Extratouren.

„Ohne die vielen Arbeitsstunden, welche die Wegewarte ehrenamtlich leisten, wäre die Qualität das Wanderangebots in der Rhön spürbar geringer.“ sagt Thomas Lemke, Hauptwegewart im Rhönklub und Koordinator für das Wanderweltprojekt der Arbeitsgemeinschaft Rhön. Auch die Zusammenarbeit mit den beiden Naturparken in der Bayerischen und Hessischen Rhön wurde über die Jahre stetig intensiviert. Als aktuelle Beispiele für dieses funktionierende Miteinander nennt Lemke die erfolgreiche Überarbeitung der Wanderwege in den Gemeinden Nordheim, Sondheim und Hausen sowie die Neugestaltung der „Extratour Milseburg".

In der Summe betreuen die 90 Wegewarte des Rhönklubs knapp 3.900 Kilometer Wanderwege, welche sich über die gesamt Rhön erstrecken und auch Verbindungen zum Thüringer Wald, dem Vogelsberg oder Spessart ermöglichen. Im Jahr 2010 war dieses Wegenetz mit fast 6.000 Kilometer noch deutlich umfangreicher. „Wir haben schon vor sieben Jahren damit begonnen, das Rhönklubwegenetz zukunftsfähig zu gestalten“, sagt Lemke. Neben dem Ausbau der selbsterklärenden Beschilderung und der Verbesserung der Markierung, wurden zahlreiche Wegestrecken gebündelt und abschnittsweise verlegt. „Ohne die zusätzliche Streichung von Wanderwegen wäre aber eine nachhaltige, qualitative Verbesserung nicht möglich gewesen“, ist sich Lemke sicher.

Auf welche Strecken kann man verzichten? Welche Wege können künftig noch betreut werden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, waren zahlreiche Abstimmungsrunden und viele Diskussionen notwendig. Einigkeit bestand von Anfang an darin, die Hauptwanderwege zu erhalten. Diese Fernwanderwege verbinden die schönsten Landschaften und attraktivsten Ziele miteinander und bilden das Grundgerüst der Rhöner Wanderwelt. Ein Vertreter dieser Kategorie, der „Milseburgweg“, welcher von Fulda nach Meiningen führt, wurde in diesem Zusammenhang gründlich überarbeitet und sogar als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet.

Die größten Veränderungen gab es bei den sogenannten Nebenwanderwegen, deren Streckenlängen meist deutlich kürzer sind. Mehr als jeder dritte Wanderweg dieser Kategorie wurde gestrichen. Mit dem Wasserkuppenrundweg, dem Buchoniarundweg und dem Feldatalrundweg konnten ab 2013 auch drei neue Rhönklubwege eröffnet werden. Diese Rundwanderwege mit Längen zwischen 35 und 45km sind als Zwei-Tages-Touren angelegt und schließen damit eine Lücke in der Nachfrage. Entstanden sind sie aus der Bündelung und Zusammenlegung von mehreren Nebenwanderwegen, die somit in eine attraktivere Form überführt wurden.

„Auch künftig wird der Rhönklub im Rahmen seiner personellen und finanziellen Möglichkeiten ein sehr gutes Angebot für Wanderer anbieten“, sagt Jürgen Reinhardt, seit 2014 Präsident des Rhönklubs. „Die naturverträgliche Erschließung der Rhön mit Wanderwegen gehört schließlich seit der Gründung des Rhönklubs im Jahr 1876 zu unseren Hauptaufgaben – dieser Tradition sehen wir uns verpflichtet“.

Für das Jahr 2017 plant der Rhönklub den vorläufigen Abschluss der Überarbeitung seiner Wanderwege. Wenngleich es auch künftig immer wieder Veränderungen geben muss, so ist die Zeit des großen Umbruchs aber erst einmal vorüber.




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